Die Geschichte der Gustav-Brandt`schen-Stiftung
Gustav Brandts Wirken als Kaufmann hatte ihm ein außergewöhnliches Vermögen eingebracht. Sein christlicher Glaube bewegte ihn, am 02. Juni 1916 eine Stiftung als Trägerin eines Altersheims für "unbescholtene; bedürftige christliche Männer aus der Kaufmannschaft" ins Leben zu rufen. Am 17. Mai 1918 starb Gustav Brandt; so erlebte er nicht die verheerenden wirtschaftlichen Folgen des 1. Weltkriegs, welche die Errichtung des Altenheimes verzögerten. Erst am 10. Mai 1937 erfolgte die Grundsteinlegung und schon am 1. April 1938 war das Heim bezugsfertig. Ende 1939 war das Haus mit 76 Heimgästen voll belegt. Auch wenn die Bausubstanz den Krieg im wesentlichen überstanden hat, mussten die Bewohner doch erhebliche Belastungen aushalten. Nach Bombenschäden standen 1942 zunächst Umzüge in nahe gelegene Altenheime an. Erst nach Freigabe des Hauses durch die britische Besatzung konnten die Bewohner 1949 zurückkehren. Zunächst wurden über eine Reihe von Jahren die Kriegsschäden beseitigt. Alter und Gebrechlichkeit der Bewohner erforderten zunehmend Anpassungen der Infrastruktur und des Personalstandes. Von 1993 bis 1996 erfolgten umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen. Gleichzeitig wurde die Stiftung zu einem Altenzentrum erweitert, um damit den Herausforderungen durch die Einführung der Pflegeversicherung und den Qualitätsstandards zu entsprechen. Zu dem Altenwohn- und -pflegeheim kam die Möglichkeit zur Kurzzeitpflege, Ambulante Pflege, Betreutes Wohnen, Mahlzeitenbringdienst und stationärer Mittagstisch. In enger Zusammenarbeit mit der Melanchthongemeinde innerhalb der Gemeinde sowie deren Umfeld werden alle Möglichkeiten der Altenhilfe angeboten nach dem Motto: Alles aus einer Hand, alles unter einem Dach.